Platz 2: (von links) Steuerberater Friedrich-Wilhelm Meyer, Gewinnerin des zweiten Platzes
Heike Langreder, Steuerberaterin Claudia Buhre.

Heike Langreder von der Kanzlei Meyer, Brockmeier & Partner in Minden hat bei der Wahl zu Deutschlands bester Kanzleimanagerin 2015 einen hervorragenden zweiten Platz belegt. Veranstaltet wurde der Wettbewerb mit insgesamt 273 Teilnehmerinnen und Teilnehmern vom Bildungsinstitut Straßenberger Konsens-Training. Die 52-Jährige hatte nicht mit solch einem guten Ergebnis gerechnet, ist aber nun umso stolzer darauf. Wir haben mit Heike Langreder über den Wettbewerb, ihren aktuellen Arbeitsbereich und ihre bisherigen Erfahrungen gesprochen. 

Wie geht es Deutschlands zweitbester Kanzleimanagerin? 

Gut geht´s! Es freut mich sehr, dass ich trotz stressigem Kanzleialltag die Herausforderung angenommen habe, nach Feierabend und an den Wochenenden freiwillig die gestellten Fragen ausführlich zu beantworten. 

Welches Gefühl hatten Sie nach dem Absenden der Teilnahmeunterlagen? 

Nach der Absendung war ich erst einmal erleichtert. Es waren doch einige Stunden, die ich in die Ausarbeitung investiert habe, und je öfter ich „mein Werk“ noch einmal gelesen habe, desto mehr gefiel mir nicht mehr und ich habe Änderungen vorgenommen. Insofern war ich froh, als  ich die Teilnahmeunterlagen endlich abgeschickt hatte.  

Haben Sie mit solch einem guten Ergebnis gerechnet?  

Wie bereits bei Übersendung der Unterlagen geschrieben, habe ich festgestellt, dass es gut für mich war, einmal kompakt zu reflektieren, wo ich eigentlich stehe und wie ich Dinge sehe. Sicher macht man sich Hoffnung, dass man mit dem, was man geschrieben hat, überzeugen kann, aber wirklich gerechnet habe ich mit dem guten Ergebnis nicht. Nach unserem Telefonat, in dem Sie mir mitgeteilt haben, dass über 270 Personen teilgenommen haben, bin ich noch stolzer auf meine Leistung. 

Was empfanden Sie als besonders schwierig? 

Als schwierig habe ich empfunden, nicht zu wissen, was erwartet wird. Ich habe mit den vermeintlich leichteren Fragen begonnen, aber sehr schnell festgestellt, dass es auch diese Fragen in sich hatten. Ich konnte auch nicht einschätzen, wie ausführlich die Beantwortung ausfallen und welche äußerliche Form sie haben soll. 

Was fiel Ihnen dafür eher leicht?

Sachverhalte, mit denen ich mich auskenne, kann ich meines Erachtens treffend formulieren – das bereitet mir sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich keine großen Schwierigkeiten und macht mir Spaß. 

Was haben Ihre Kolleginnen und Kollegen zu Ihrer Wahl gesagt? 

Über die Teilnahme hatte ich nur meine Teamleiterin informiert, die auch die erste war, die von meiner Platzierung erfahren hat. Nach und Nach hat sich die Nachricht dann aber recht schnell im Kollegenkreis verbreitet und alle haben sich sehr mit mir gefreut.

Wie haben Ihre Chefs reagiert? 

Zwei der fünf Inhaber/innen haben das für die Teilnahme benötigte Referenzschreiben für mich erstellt und waren insofern über die Teilnahm informiert. Die weiteren Inhaber/innen haben erst nach der Mitteilung über das Erreichen des zweiten Platzes davon erfahren. Auch hier war die Reaktion äußerst positiv. 

Worin liegen die Schwerpunkte Ihrer Tätigkeit in der Kanzlei? 

Vorwiegend bin ich im organisatorischen Bereich tätig. Hierzu gehören u. a. die Einführung neuer Programmteile unter DATEV pro, das Erstellen von Ablaufplänen, die Pflege der Stammdaten, die Einrichtung neuer Arbeitsplätze im System, die Auftragsanlage und -pflege sowie die Überwachung des Kontingentierungsverfahrens. Weitere schwerpunktmäßige Aufgaben bestehen in der Vorbereitung der steuerlichen Beratungsrechnungen und der Endfertigung von Jahresabschlüssen, Prüfungsberichten und Steuererklärungen.

Bleibt Ihnen bei dieser verantwortungsvollen Tätigkeit überhaupt noch Zeit für Hobby`s? 

Seit ich meine Arbeitszeit von 40 auf 35 Stunden reduziert habe, arbeite ich von Montag bis Donnerstag mehr und habe dafür am Freitag frei. Die Woche über bleibt mir daher nicht allzu viel Zeit für meine Hobbys. Am Wochenende treffe ich mich mit Freunden oder Familie, lese, walke und koch gern und in oft im Garten. Auch unser fast 300 Jahre altes Fachwerkhaus fordert einiges an Erhaltungsaufwand und Pflege. Außerdem haben wir damit begonnen, auf unserem Grundstück ein historisches Backhaus wieder aufzubauen.

Würden Sie die Weiterbildung zur Kanzleimanagerin auch anderen Kolleginnen und Kollegen empfehlen? 

Ich kann die Fortbildung bedingungslos weiterempfehlen. Sie ist sehr umfassend und es wurden viele Möglichkeiten aufgezeigt, Abläufe zu optimieren und Neues kennenzulernen, was den Kanzleialltag erleichtert. Mich hat es in meiner beruflichen und persönlichen Entwicklung auf jeden Fall weitergebracht. 

Wohin soll es mit dem gewonnenen Reisegutschein gehen? 

Mit meinem Mann, der Stieftochter und der Enkelin möchte ich eine Woche im Frühjahr nach Norderney fahren. Ebenfalls ist ein Kurztrip nach Danzig geplant, wo wir unter anderem ein Museumsschiff besichtigen wollen, auf dem der Großvater meines Mannes sein Arbeitsleben als 14-jähriger Schiffsjunge begonnen hat.

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